Sonntag, 26. Juni 2022

Völser Weiher, knapp nach sieben Uhr. Die Zutaten zu einer perfekten Bergtour stimmen: wolkenloses Wetter, angenehme Temperatur, die richtige Frau/Mannschaft.

Die Tuffalm hat noch geschlossen (das Cafe in Völs übrigens auch), deshalb steigen wir aufwärts. Den Schotter, der den Einstieg markiert, haben wir schnell gefunden. Durch die Bachschlucht hinauf, nach rechts über Steigspuren, unter Latschen hindurch, hier ein blauer Punkt, etwas abwärts, die erste Kletterstelle, steiles Grasgelände, dann stehen wir am Ausgangspunkt unter der gelben Wand. Den Klettergurt ziehen wir vorsichtshalber an, das Seil bleibt als Reserve im Rucksack. Eine erste ausgesetzte Querung nach links, dann aufwärts, immer wieder über ausgesetzte Kletterstellen im II-III Grad. Vorsichtig steigen wir höher, auf kleinen Plattformen genießen wir die Aussicht und erholen die Psyche von der saugenden Tiefe (gut, das ist etwas übertrieben, der Genuß des Steigens überwiegt bei weitem 🙂 ). Auf der Kante geht es links senkrecht hinunter in die Schlucht, da freut man sich über einen sicheren Griff im Fels. Endlich legt sich die Wand zurück, die Kletterei wird lockerer. Nach zwei weiteren ausgesetzten Kletterstellen folgt noch die steile Wiese, die wir vorsichtig queren. Manni weicht einer Schlange aus, die in einem Grasbüschel sitzt, und wenig später stehen wir auf dem Jungschlern. Die ganze Tour herauf haben uns die Kirchenglocken begleitet. Es ist ja Herz-Jesu-Sonntag. Die Runde auf den Pez kostet uns noch eine gute Stunde, ist aber gemütlich und zeigt ein wunderbares Panorama. Nach dem Gipfelfoto steigen wir ab zur Moaralm zum Futtern und noch weiter abwärts zur Sesselschwaige, wo wir uns etwas Kühles gönnen. Auf dem Weg zurück zum Völser Weiher wird es immer wärmer, deshalb treten wir noch einige Runden im Kneipp-Becken. Mit einem Eis in der Hitze der Hauptstadt beschließen wir die Tour.

Teilnehmer: Gabi, Marlene, Manni, Armin

Wetter: wolkenlos, Temperatur frisch (oben) bis sehr warm (unten)

@armin