12. – 15. Februar 2026
Der Auftakt zum langen Wochenende in Plodn, der tirolerisch-kärntnerischen Sprachinsel in den Friauler Dolomiten, verlief spannend. Anmeldungen, einige Umbuchungen, Absage wegen Verletzung, Verschiebung der Anreise aus Arbeitsgründen, da war alles dabei. Aber endlich, am Donnerstag, ging es los. Das Wetter war suboptimal, aber die Motivation stark, als wir am Kreuzbergpaß bei Sexten die Ski anschnallten. Ziel war das Roteck (2.390 m). Über die Nemesalm und harschigen Schnee erreichten wir den Gipfel mit gleich zwei Gipfelkreuzen im Nebel. Zwischen einzelnen Nebelfenstern suchten wir die Abfahrt über angenehme Pulverhänge, bis wir wieder über harschigen Schnee den Forstweg erreichten. Eine falsche Abfahrt und mühsamen Rückweg später (eine Person) standen wir am Kreuzbergpaß und fuhren nach einem Besuch im Restaurant weiter nach Sappada. Die Einquartierung im Hotel gestaltete sich etwas kompliziert, aber nachdem wir geklärt hatten, daß Armin der Vorname und nicht der Familienname, dafür aber doppelt vorhanden war, lachte die Wirtin wieder. Das „Edelweiß“ ganz in der Nähe wurde zu unserem Stammlokal.
Das Ziel am Freitag war der Monte Schiaron im Val Visdende. Die Lawinenwarnstufe war hoch, die Erwartung an die Schneequalität dafür niedrig. Trotzdem stapften wir bei angenehmer Temperatur im Sonnenschein durch den Wald immer höher. Die Aussicht auf die Bergwelt mit dem Monte Peralba als Hauptdarsteller war umwerfend. Den Gipfel des Monte Schiaron ließen wir wegen Stufe 3 und einiger Lawinenabgänge aus und kurvten durch den Wald und (fast) Pulverhänge hinunter.
Am Samstag schneite es leicht. Nach verschiedenen Überlegungen fuhren wir wieder ins Val Visdende. Eingepackt in die Windjacke zogen wir gemütlich zuerst hinauf zur Malga Dignas und weiter über die Militärstrasse zur Forcella Dignas bzw. Tilliacher Scharte, der Grenze zum Lesachtal. Am Grenzstein stehend erblickte man hin und wieder die Porzehütte ca. 100 Hm unter uns. Bei dichtem Nebel stellten wir auf Abfahrt um und glitten die Militärstrasse hinunter, mit etlichen Abkürzungen durch den Wald. Nach einem leckeren Mittagessen auf der Dignas-Alm ging es wieder zurück nach Sappada und zum Edelweiss.
Der Sonntag war wieder schön, aber windig. Um Lawinen, Bruchharsch und Wind auszuweichen, stiegen wir über einen Forstweg auf den Passo Digola (Hinterherbige auf plodnerisch). Ein einheimischer älterer Herr, ein richtiger Bergfex, erklärte uns die Bergwelt rundherum und versorgte uns mit Tipps für den Sommer. Eine Karawane von Schneemobilen war ebenso wie wir zum Pass unterwegs, der Tourismus läßt grüßen. Noch ein kurzer Aufstieg über steile Pulverhänge, genußvolle Abfahrt auf den Pass hinunter, dann war Schluß. Die Abfahrt über eine andere Route, anspruchsvoll für Oberschenkel, Knie und Fußsohlen, führte uns zurück zum Ausgangspunkt.
Das Wochenende war sehr abwechslungsreich, bergsteigerisch nicht so fordernd, dafür landschaftlich wunderschön, kulturell unterhaltsam (Plodar Vasenacht), und unsere Gruppe hat sich prächtig verstanden und viel gelacht.
Wetter: recht vielseitig
Teilnehmer: Helga, Christine, Ilse, Armin (vom Toule), Michael, Gruppenleiter Ivan, Tourenleiter Roland, Tourenleiter Armin (vom Unterland)



