16. Mai 2026
Bei schönem Wetter wurde am Samstag, 16. Mai 2026, auf der Festwiese in Unterfennberg das 50-jährige Bestehen des Fennberger Klettersteigs gefeiert – ein stimmungsvoller Festakt nach einer verregneten Woche.
Nach der Begrüßung durch Klettersteigwart Peter Amort folgte eine besinnliche Andacht mit Martin Gruber, der auch der Verstorbenen gedachte. Dabei hob er unter anderem die Bedeutung eines respektvollen Umgangs mit der Schöpfung sowie den Wert des Friedens hervor. Feierlich umrahmt wurde die Andacht von
der AVS-Singgemeinschaft der Sektion Unterland.
Grußworte überbrachte anschließend Sektionsvorstand Martin Zambaldi. Er begrüßte die zahlreichen Gäste, insbesondere die Ideengeber und Helfer der ersten Stunde sowie die Ehrengäste. Sein besonderer Dank galt den Erbauern des Klettersteigs und Andreas Terzer, Ortsstellenleiter der AVS-Ortsstelle
Kurtatsch/Margreid, der die Sanierung des Klettersteigs im Jahr 2023 maßgeblich vorangetrieben hatte. In seinem Rückblick zeichnete Klettersteigwart Peter Amort die Geschichte des Fennberger Klettersteigs von den Anfängen bis in die Gegenwart nach.
Die Idee entstand bereits 1975 während der Weinlese; noch im Dezember desselben Jahres wurde mit einem ersten Erkundungsdurchstieg die Grundlage für das Projekt gelegt. Im Laufe des Jahres 1976 setzten zahlreiche Freiwillige das Vorhaben in die Tat um, sodass der Klettersteig bereits am 17. Oktober 1976 feierlich eingeweiht werden konnte. Schon bald entwickelte er sich zu einem weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten und beliebten, ganzjährig begehbaren Klettersteig. Für die Instandhaltung zeichnete zunächst Heini Goller aus Margreid verantwortlich, ehe er diese Aufgabe bei der 30-Jahr-Feier im Jahr 2006 an seinen Nachfolger Peter Amort übergab. Im Zuge der Sanierung 2023 wurde der Steig an die aktuellen EU-Sicherheitsnormen angepasst; sämtliche Stahlseile und Verankerungen wurden erneuert, lediglich die drei Eisenleitern, welche damals in der Werkstatt von Luis Hauser in manueller Kleinarbeit gefertigt wurden, blieben im Original erhalten. Die Gesamtkosten von über 100.000 Euro konnten erfreulicherweise vollständig durch Spenden von Firmen, Gemeinden, Banken und Privatpersonen gedeckt werden. Jahr für Jahr wird der Fennberger Klettersteig von rund 3.000 bis 4.000 Bergsportbegeisterten begangen, und erfreulicherweise blieb er in all den Jahren von schweren Unfällen verschont. Auch ein Buch erinnert an seine Geschichte: Es wurde anlässlich der 25-Jahr-Feier im Jahr 2001 veröffentlicht und kann in der Bibliothek Kurtatsch entliehen werden. Auch Hugo von der befreundeten Ortsstelle Antholz überbrachte Grüße aus dem Antholzertal und bedankte sich für die Einladung.
Der 1. Vorsitzende des AVS, Georg Simeoni, und der Bürgermeister der Gemeinde Margreid, Andreas Bonell, würdigten in ihren Grußworten die Leistungen der Ideengeber, der Erbauer und der an der Sanierung beteiligten freiwilligen Helfer. Zugleich betonten sie die große Bedeutung des Klettersteigs als alpine Bereicherung für Einheimische und Gäste. Zum Abschluss des offiziellen Teils ergriff Andreas Terzer noch einmal kurz das Wort. Er nutzte die Jubiläumsfeier, um sich erneut für die großzügigen Spenden im Zuge der Sanierung 2023 zu bedanken – besonders für jene aus privater Hand.
Im Anschluss an den offiziellen Teil waren alle Anwesenden zum gemeinsamen
Essen eingeladen. Serviert wurden traditionsgemäß Plent, Hauswurst, Käse, Bohnen- und Krautsalat sowie hausgemachte Kuchen und Strauben. Für zusätzliche Abwechslung sorgten im Anschluss eine Kletterwand, eine Slackline, eine Malecke, ein Quiz mit Preisen sowie eine begleitete Wanderung.
Am späten Nachmittag klang eine rundum gelungene Jubiläumsfeier in stimmungsvoller Atmosphäre aus.



